
Regentraining
Mehr als andere Sportler sind Radfahrer den Kapriolen des Wetters ausgesetzt. Regen, Schnee und Minusgrade laden nicht gerade zu mehrstündigen Trainingseinheiten ein. Doch was hilft’s? Um am Tag X fit zu sein muss auch Training bei schlechtem Wetter manchmal in Kauf genommen werden. Hier einige Tipps für das Schlechtwettertraining:
Bekleidung:
An allererster Stelle steht die richtige Bekleidung. Bei Regen- und Winterbekleidung zu sparen ist definitiv die falsche Stelle. Hochwertiges GoreTexmaterial schützt auf jeden Fall länger vor Kälte und Nässe als normale Kunstfaserprodukte. Vor allem bei der Radhose ist auf genügend Bewegungsspielraum im Kniebereich zu achten. Einige Hersteller bieten zwar Regenschutz an, jedoch auf Kosten der Bewegungsfreiheit, was über kurz oder lang zu Scheuerstellen führt.
Die Füße packt man am besten in GoreTex-Socken und zieht über die Radschuhe spezielle Überschuhe aus Neopren.
Vor unangenehmen Regentropfen oder Schneeflocken in den Augen schützt eine Radbrille mit farblosem oder gelbem Glas (letzteres verstärkt die Kontraste und verbessert somit die Sicht).
Je nach Temperatur halten die Hände gefütterte oder ungefütterte GoreTex- oder Neoprenhandschuhe warm.
Training:
Lange Grundlageneinheiten können aufgeteilt werden in einen Teil, der auf der Straße und einen Teil, der auf der Rolle absolviert wird. Das Ganze findet als „Wechseltraining“ statt, d.h. der Wechsel vom Rennrad auf die Rolle soll so schnell wie möglich von statten gehen. Zur Berechnung der kombinierten Trainingszeit kann folgende Formel verwendet werden:
Trainingszeit auf der Rolle = 2/3 * Trainingszeit auf der Straße
Beispiel:
Vorgegebenes Training: 3 Stunden Grundlage Straße
Alternatives Training: 1,5 Stunden Straße + 1h Rolle
Durch die Kombination von Rad- und Lauftraining kann eine lange Einheit im Regen oder Schnee ebenfalls entschärft werden. Dieser Hinweis bezieht sich vor allem auf den Trainingsabschnitt in dem die Grundlagenausdauer ausgebildet werden soll. Der Wechsel vom Rad zum Laufen soll mit möglichst kurzer Pause durchgeführt werden. Die Trainingszeit des kombinierten Trainings berechnet sich wie folgt:
Trainingszeit Laufen = ½ Trainingszeit Rad fahren
Beispiel:
Vorgegebenes Training: 4 Stunden Grundlage Straße
Alternatives Training: 2 Stunden Straße + 1h Laufen
