Sattelwahl

Kaum ein Radsportler bzw. Radsportlerin, die nicht über Sitzbeschwerden klagt. Neben der Trainingsdauer ist der Sattel oft der Ursprung allen Übels. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot der Industrie. Vom harten Carbonsattel bis zum vollgefederten Gelsattel reicht die Bandbreite. Auch die Sattelbreite variiert von schmal bis extra breit.

 

Die Empfehlung zur richtigen Sattelwahl lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

So schmal und hart wie möglich!

 

Nur bei der Sattelbreite sollte zwischen Männern und Frauen unterschieden werden. Die meisten Frauen haben von Natur aus ein breiteres Becken, so dass auch die Sitzbeine weiter auseinander liegen. Die Sattelbreite stimmt dann, wenn die Sitzbeine satt auf der Satteloberfläche aufliegen. So ist der Damensattel in der Regel 1-2cm breiter als der Herrensattel.

 

Die Härte des Sattels ist für beide Geschlechter gleich. Je härter der Sattel, desto besser wird der Druck auf die gesamte Auflagefläche verteilt. Bei Sätteln mit Geleinlagen beispielsweise wird zwar der Druck im Gelbereich vermindert, am Übergang vom Gelmaterial zum restlichen Sattel jedoch verstärkt, so dass es in diesem Bereich zu Druckschmerzen kommt.

 

Das Nonplusultra stellt ein Sattel aus hartem Material (muss nicht, kann aber Carbon sein) dar, der individuell angepasst wurde. Dabei wird mittels einer Messmatte die Druckverteilung auf dem Sattelrohling ermittelt und die Oberfläche des Sattels dann entsprechend bearbeitet, so dass die Druckverteilung beim Sitzen nahezu gleichverteilt ist.