Richtige Trettechnik

Grundvoraussetzung, um hohe Geschwindigkeiten über einen längeren Zeitraum treten zu können, ist die richtige Trettechnik. Je effizienter die Technik, desto größer der Vortrieb. Man spricht hier auch vom sogenannten "runden Tritt".

 

Eine 100% Kraftübertragung ist nur dann gewährleistet, wenn die Kraft senkrecht zur Kurbel wirkt. Je größer die Abweichung von der senkrechten Richtung, desto größer die Verluste und umso geringer der Vortrieb.

 

Der Tretzyklus unterteilt sich in 4 Phasen:

  • Druckphase
  • Zugphase
  • Hubphase
  • Schubphase

Betrachtet man das Kettenblatt wie das Zifferblatt einer Uhr, so kann man die Phasen entsprechenden Uhrzeiten zuordnen:

tretzyklus

 

Die beste Kraftübertragung findet in der Druckphase also von 1.30h bis 4.30h statt. Dies hat vor allem anatomische Gründe, da die vordere Oberschenkelmuskulatur deutlich stärker ist, als die hintere. So kann in der Hubphase, im Bereich von 7.30h – 10.30h, nur etwa halb so viel Kraft aufgewendet werden. Die Schub- und Zugphase, in den Segmenten von 10.30h bis 1.30h sowie 4.30 bis 7.30h, dienen der Überwindung des oberen bzw. unteren toten Punktes (12h und 6h).

 

Der häufigste Fehler in der Praxis ist der zu späte Beginn der Druckphase – gegen 3h – die dann entsprechend auch zu spät endet – gegen 6h. Ein nach unten ausgeführter Druck in der 6h-Stellung führt jedoch nur dazu die „Kurbel lang zu treten“, wie es im Radjargon heißt, und dient nicht dem Vortrieb.

 

Zur Realisierung der besten Kraftübertragung ist die richtige Winkelstellung des Fußes – im Bezug auf die Kurbel – wichtig. Dementsprechend ist das Fußgelenk aktiv am runden Tritt beteiligt.