
Freiwasserschwimmen im Neopren
Das Schwimmen im Neoprenanzug unterscheidet sich deutlich vom Schwimmen ohne Neo. Die Wasserlage ist auch ohne Beinschlag nahezu perfekt. Der Armzug dient fast ausschließlich der Vorwärtsbewegung. Dementsprechend sollte der Einsatz des Neoprenanzuges vor einem Wettkampf auch geübt werden. Dies lässt sich gut mit dem Freiwasserschwimmen kombinieren.
Das Schwimmen ohne optische Leitlinie am Beckenboden will gelernt sein. Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang das Fixieren eines Punktes an Land (z.B. Kirchturm, großer Baum oder Gebäude). Auf keinen Fall sollte man sich auf seinen Vordermann verlassen. Regelmäßiges Anheben des Kopfes und Orientierung nach vorne ist der Grundstein zum Schwimmen auf der Ideallinie.
Beim Kauf des Neoprenanzuges ist die Passform entscheidend. Der Anzug sollte weder zu eng noch zu locker sitzen. Optimaler weise darf man den Neoprenanzug probeschwimmen. Dabei sollte weder durch den Kragen, noch durch die Ärmel eine größere Menge an Wasser nach innen gelangen. Den Anzug unbedingt unter hoher Belastung ausprobieren, d.h. intensive Intervalle damit schwimmen. Denn durch die Anstrengung weiten sich die Blutgefäße am Hals die das Gehirn versorgen. Ist der Anzug am Halsausschnitt zu eng, wird die Blutversorgung des Gehirns eingeschränkt. Hinzu kommt, dass der Anzug zu scheuern beginnt. Gegen Scheuerstellen helfen Gleitmittel wie z.B. Babyöl. Auf keinen Fall Mittel verwenden, die auf Petroleumbasis hergestellt wurden (z.B. Melkfett), da sonst das Neoprenmaterial Schaden nimmt. Wer kein Babyöl verwenden möchte, kann im Fachhandel spezielle Sticks erwerben.
